Treff- und Mittelpunkt des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Mainz-Weisenau ist seit 1979 die Begegnungsstätte in der Karl-Trau-Straße. Auf Initiative des ehemaligen Ortsvorstehers Max Brückner und mit Unterstützung des damaligen Sozialdezernenten der Stadt Mainz Karl Delorme und der AWO-Vorsitzenden Christine Schaubruch wurde das ehemalige Gebäude der Weisenauer Feuerwehr zum Zwecke einer sozialen Nutzung, insbesondere als Altentagesstätte weitgehend in Eigenleistung der Ortsvereinsmitglieder her- und eingerichtet. Hierbei haben sich neben der AWO-Vorsitzenden Christine Schaubruch, ihr Ehemann Hans Schaubruch und u.a. Paul Delnef, Georg Köhler, Michael Kaus und Theo Engelhardt besondere Dienste erworben. Im Mai 1979 - anlässlich der 50-jährigen Jubiläumsfeier (ein Jahr verspätet zwar!) -konnte als erster Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Mainz die Tagesstätte von der Stadt Mainz der AWO Weisenau übergeben werden.
Die Leitung hatte zunächst Christine Schaubruch. 1982 folgten ihr das Ehepaar Gottfried und Margret Leser. Die Tagesstätte war zunächst nur einmal in der Woche (mittwochs) geöffnet. Später traf sich dort jeden Dienstag ein Handarbeitskreis unter der Leitung von Margot Giese. Zwei Jahre betreute Rosi Schäfer zusammen mit weiteren Helferinnen die Tagesstätte. Fünf Jahre - bis 1995 - leitete Brunhilde Gerstenberger die Tagesstätte. Zusammen mit ihren Schwestern Liesel Höhler und Annemarie Palzer betreuten sie die Besucher. Der rege Besuch der Tagesstätte und die Enge des Begegnungsraumes und der Küche führten zunehmend zur Diskussion eines Umbaues und Erweiterung der allseits beliebten Tagesstätte. Bei den Besuchern und beim Vorstand wurden Pläne geschmiedet und wieder verworfen. Wer finanziert einen Umbau? Können wir es auch selber machen? Was mag das wohl kosten? Finden wir Spender und Sponsoren? Etwa zehn Jahre wurde die Diskussion über einen Umbau geführt. Währendessen hat der AWO-Ortsverein fleißig gespart, große und kleine Spender gefunden, Spenden gesammelt, Wohlfahrtsbriefmarken verkauft, Benefizkonzerte durchgeführt.
Inzwischen hatte Lieselotte Klug die Leitung der Tagesstätte übernommen. Sie wurde die Seele der Tagesstätte und Motor für die Ausbaupläne. Zur Betreuung und Versorgung beim Seniorentreff standen zunächst Hildegard Keim, Ria Mattes, Christa Jäger und ersatzweise u.a. Petra Veith, Jutta Mayer, Hans-Werner Brandt und der Vorsitzende ehrenamtlich zur Verfügung. (Übrings, Petra Veith nutzte für einige Jahre die Tagesstätte für eine Kinder-Krabbelgruppe - zweimal in der Woche.) Zwischenzeitlich hat Anita Schmelzer-Weil und Sylvia Hein die Betreuermannschaft verstärkt.
Nach Schließung der Altentagesstätte des DRK in der Mönchstraße, öffnete ab 1997 die AWO ihre Tagesstätte auch jeden Freitag.
1999 wurden endlich die Umbaupläne konkreter. Das Hochbauamt der Stadt Mainz hatte Bau- und Kostenpläne erarbeitet. Der Ortsverein hatte inzwischen Eigenmittel in Höhe von ca. 110.000 DM auf der "hohen Kante", die Albert und Loni Simon Stiftung hatte einen Betrag von 55.000 DM signalisiert und die Stadt Mainz einen Zuschuss zugesagt. Im November 2000 konnte endlich die Sozialdezernentin Malu Dreyer auf der AWO-Kreiskonferenz verkünden, dass im Jahre 2001 mit dem Umbau begonnen werden kann. Die Pläne mit einem Kostenrahmen von 215.000 DM sahen einen größeren Begegnungsraum, einen erweiterten Küchenraum sowie eine Behindertentoilette vor. Im Juli 2001 begann der Umbau. Während der Bauphase gastierte der AWO-Ortsverein jeden Freitag mit seinem Seniorentreff im "Haus am Römerberg", wozu auch die Bewohner des Hauses eingeladen waren und auch von ihnen rege genutzt wurde. Am 19.01.2002 konnte im Beisein der Sozialdezernentin Malu Dreyer und des Baudezernenten und Bürgermeisters Norbert Schüler die neue "alte" Tagesstätte wieder eröffnet und in Betrieb genommen werden. Die Ausstattung mit neuem Mobiliar ist nach der Jubiläumsfeier geplant.
Die Tagesstätte ist dienstags (Handarbeitskreis) sowie mittwochs und freitags jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet: jeden zweiten Samstag im Monat von 10:00 bis 13:00 Uhr hält die AWO eine Sprechstunde ab. Seit 1989 findet jeweils im Mai der "Tag für Jung und Alt -Tag der AWO" statt, jeweils im September einen "Tag der offenen Tür". Die Tagesstätte steht allen Senioren, oder die sich als solche fühlen, offen. Besondere Anlässe werden feierlich und festlich begangen. Jedes Geburtstagskind der Woche wird mit einem Gedicht und Lied geehrt.
Darüber hinaus vermietet die AWO die Tagesstätte für kleinere Familienfeier.
Die AWO nutzt die Räume für seine Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen.
Im Jahre 2009 wird die Tagesstätte 30 Jahre alt!
