27.11.1926

Parteisekretär Freitag aus Mainz berichtet über die Tätigkeit der der Arbeiterwohlfahrt in Mainz und wünscht, dass auch in Weisenau die Arbeiterwohlfahrt auflebt, da vorhanden Genossen vorhanden sind.
 

15.01.1928

Der SPD-Vorstand bildet einen Arbeiterwohlfahrts- ausschuss: Frau Rothenhöfer, Lisa Bocian, Sofie Heller, Alex Diehl, Anna Mundschenk, Johann Sutter, Julius Bocian, Gustav Voigt, Josef Müller und Adolf Sieler.
 

03.02.1928

Gemeinsame Sitzung des SPD-Vorstand und Arbeiterwohlfahrtsausschuss: Allwöchentlich soll eine Sitzung der Genannten stattfinden und zwar mit Frauen und Mädchen, die mit der SPD sympathisieren. Joseph Müller und Adolf Sieler werden der Gemeinde als geschäftsführender Ausschuss gemeldet.
 

22.03.1928

Es wird kein eigener Beitrag erhoben (gegen einen entsprechenden Antrag)
 

14.04.1928

Sofie Heller stellt den Antrag, öfter Sammlungen (offenbar: öffentliche Sammlungen) durchzuführen und bei der Gemeinde einen Zuschuss erbitten.
 

12.10.1928

Das erste öffentliche Auftreten der Arbeiterwohlfahrt wird auf den 16.12.1928 festgelegt: An diesem Tag soll um 15:00 Uhr eine Weihnachtsfeier mit Bescherung im Turnsaal der Schillerschule stattfinden. Die Empfänger von Weihnachtsgeschenken werden namentlich festgelegt.
 

29.01.1929

Die Arbeiterwohlfahrt hat von der Gemeinde 150RM erhalten. Für die Weihnachtsgeschenke wurden 295RM aufgewendet.

Kassenabschluss 1928:

Einnahmen 439,33 RM
Ausgaben 454,74 RM
Bestand -14,59 RM
 

13.07.1930

Der Arbeiterwohlfahrt-
Ortsausschuss tagt: Kassierer wird Frau Rothenhöfer; der „Blumentag“ wird auf den 22.07.1930 verlegt. Weisenauer Kinder sollen auf Ferienreise, auswärtige dafür im Austausch nach Weisenau. 24.01.1931 Der Arbeiterwohlfahrt-Ortsausschuss erstattet Bericht vor der SPD-Mitgliederversammlung über seine verschiedenartige sozialpolitische Tätigkeit. 32 hilfsbedürftige Personen und Familien wurden 1930 betreut. Aufwand 224,35 RM. 30.01.1932 Feststellung: Geld ist knapp; deshalb haben Frauen Kleidungsstücke gefertigt und an Hilfsbedürftige verteilt. 29.07.1932 Die Arbeiterwohlfahrt hat 65,41 RM gesammelt.
 

1933 – 1945

war die Arbeiterwohlfahrt verboten
 

18.01.1947

Der SPD-Vorstand stellt fest, dass die Nähstube der Arbeiterwohlfahrt arbeitet.
 

01.03.1947

Dem Arbeiterwohlfahrt-Ortsausschuss gehören an: Alex Diehl (Sprecher), Karl Kloes (Kassenwart), Sofie Heller und Frau Bocian (beide praktische Helfer). 07.07.1947Die Nähstube ist dienstags und donnerstags geöffnet.
 

31.07.1947

Die Arbeiterwohlfahrt hat im Januar 1948 837 Familien betreut und dabei 2.874 RM verausgabt. Seit der Währungsreform wurden Nahrungsmittel im Werte von 64 DM an 69 Familien verteilt. 8 Weisenauer Kinder wurden für 6 Wochen zur Erholung auf die „Rheingoldruhe“ (Jugendherberge am Lenneberg) verschickt und haben 8 Pfund zugenommen. Die Nähstube arbeitet noch.
 

29.10.1948

Der Arbeiterwohlfahrts-Bezirk fordert auf, Ferienplätze für Berliner Kinder bereitzustellen.
 

24.12.1948

Es findet wieder eine Weihnachtsfeier für bedürftige Kinder und Alte statt.
 

03.01.1949

Alex Diehl gibt bekannt, die Arbeiterwohlfahrt sei nun organisatorisch selbständig. Sie arbeitet aber nach den bisherigen Grundsätzen.
 

23.01.1949

Feststellung: Seit der Währungsreform hat der SPD-Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt 350 DM zur Verfügung gestellt.